
all dies lässt sich unter dem Titel "Phraseologie" zusammenfassen.
Interessant finde ich dabei, das im alltäglichen Gebrauch unserer Sprache, oft solche Phrasen benutzt werden und diese als verständliche Aussage angenommen werden, ohne das man sich dabei die Frage stellt, was eigentlich dahinter steckt und wie diese entstanden sind.
Das Wesentlichste, Wichtigste, bleibend Gültige, von griechischen Alpha (Α) und Omega (Ω) - Anfang und Ende
bei alten Gewehren blitzte das Pulver häufig ab, ohne dass der eigentliche Schuss losging
Jemanden in einer Rede bzw. in einer Auseinandersetzung schlagen, oder eine Bitte verweigern. Aus der Studentensprache. Hatte bei einem studentischen Zweikampf einer der sog. Paukanten so schlimme Säbel- oder Degenhiebe erhalten, dass er vom Sekundanten abgeführt werden musste, so sprach man von einer Abfuhr
bedeutet "erfolglos von einem zum anderen laufen". Die Redensart existiert nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich und den Niederlanden und ist seit 1704 literarisch belegt.
Den Ursprung hat sie in der biblischen Ostergeschichte Jesus wurde von Pilatus zu Herodes und zurück geschickt. In ländlichen Passionsspielen waren auf der Bühne das Haus von P. Pilatus auf der einen, der Palast von Herodes auf der anderen Seite. Das Hin und Her wurde dabei sehr deutlich. In manchen Regionen (z.B. in Dänemark) sagt man übrigens auch "einen von Herodes zu Pilatus schicken".
Da gibt es eine halbwegs wahrscheinliche Deutung: Das Berliner Vergnügungslokal "Coventgarden" in der Blumenstraße 9 hatte einen Eingang am "Grünen Weg". Nach 1852 wurde das Lokal ein billiges Tanzcafé in dem es ständig zu Handgreiflichkeiten kam. "Die grüne Neune" wurde also eine volkstümliche Benennung des berüchtigten Lokals.

Diese Redewendung ist auf Aristoteles zurückzuführen. Er spricht in einem seiner Bücher davon, dass sich im Weißen des Eies das Herz des werdenden Vogels "als ein Blutfleck" anzeige; dieses Zeichen hüpfe und springe. In einer Übersetzung wurde das Ganze dann mit "quod punctum salit..." als "springender Punkt" wiedergegeben.
Es geht hier um 32 marmorne Denkmalensembles im Berliner Tiergarten mit Herrscherfiguren Brandenburgs und Preußens, die Kaiser Wilhelm II als "Siegesallee" im Tiergarten installieren ließ. Mit der Realisierung wurden verschiedene Bildhauer beauftragt. Die Berliner nannten die Siegesallee respektlos "Puppenallee", woraus sich der Begriff "bis in die Puppen" als Synonym zunächst örtlich für "Jottwede" und später auch für zeitliche Weite ergab.
Die Redewendung ist schon ziemlich alt. Einen ersten Beleg findet man in Joh. Agricolas "Sprichwörtersammlung" von 1529. "Ich hab eyn guten steyn im brette". Ursprung der Redensart ist ein Brettspiel: das "Puffspiel" oder auch "Tricktrack".
Im Spiel hat derjenige einen guten Stein im Brett, der zwei nebeneinanderliegende Felder mit seinen Steinen belegt hält, da er dem Mitspieler das Gewinnen erschwert. Ein guter Freund, der einem zur Seite steht wird metaphorisch "als guter Stein im Brett" bezeichnet.
Gemeindegrenzen waren "bestockt", Landesgrenzen "besteint" Wenn jemand über "Stock und Stein" lief, hatte man Grenzen überschritten

die Redewendung hat ihren Ursprung in der Annahme, dass die Leber der Sitz der leidenschaftlichen Empfindungen sei. Ursprünglich hieß es einfach: "es ist ihm etwas über die Leber gelaufen". Die Laus wurde dann als Sinnbild für einen geringfügigen Anlass, eine Nichtigkeit, dazugepackt. Man erkennt dabei auch die Vorliebe des redensartlichen Ausdrucks für den Stabreim.
die Redewendung hat ihren Ursprung wahrscheinlich im Mittelalter, als Schreiber Zitate aus den Pandekten (einer Sammlung altrömischen Rechtsgrundsätze als Grundlage für das Corpus Juris) mit dem griechischen Buchstaben "Pi" kennzeichneten. Schreibt man das kleine "Pi" unsauber, indem man die vertikalen Striche über den horizontalen Balken hinauszieht, erscheint der Buchstabe wie ein "ff". Noch die Juristen des 16. Jahrhunderts zitierten die Pandekten mit "ff", aus dem "Effeff" schöpfte als oder Jurist sein Wissen; es war Quelle und Bürge gesichteten Wissens.
Weitere Quellen gibt es hierzu aber auch aus der Kaufmannssprache. Da bedeutet das einfache f "fein" (italienisch "fino"), das doppelte ff "sehr fein" (italienisch "finissimo"). Grimm meint im "Deutschen Wörterbuch": "...bezieht sich auf das Zeichen ff in der Musik für fortissimo und will sagen, etwas mit Nachdruck ausführen...".

hier gibt es mehrere Deutungen. Es wird erzählt das früher mal ein Trupp Jäger in ein Wirtshaus sich haben bedienen lassen, ohne jedoch dafür Bezahlen zu können. Diese haben den Wirt dazu überredet, einen zuvor gefangenen lebenden Bären als Pfand da zu lassen, bis Sie die Schuld begleichen könnten. Dieser wurde aber nicht abgeholt. Was in aller Welt sollte dieser aber mit den Bären anfangen?
Wohl eher ist jedoch das das Wort Bär eine fälschliche Herleitung des alten germanischen Wortes BAR mit der Bedeutung tragen herrührt. Sie finden diese Wurzel noch in den Wörtern Bahre, Bürde und Last. Also jemandem eine Last auflegen.